Rezensionen

Dead Gaze – Dead Gaze (s/t)

Dead Gaze

Ein paar Fakten vorab: Dead Gaze, das ist der Amerikaner aus Cole Furlow aus Oxford (in Mississippi, nicht in Oxfordshire). Mit seinem Todesblick (grobe Übersetzung von Dead Gaze) hat er bereits eine Reihe von 7“ Singles und EPs auf Kassetten veröffentlicht und damit bereits Magazine, wie Pitchfork, Stereogum, Altered Zones, The Fader und viele mehr auf sich aufmerksam gemacht. Auch die Briten von Fat Cat haben sich in den Slacker- / Grunge-Sound von Cole verguckt und veröffentlichten jetzt das Debüt von Dead Gaze auch in Europa.

Da sich Cole auf seinen Singles bisher als recht direkter Typ zeigte, ist das Album dann auch ganz schlicht nach seinem Projekt benannt und darauf ältere Singles, Songs, die schon seit längerem in seinem Repertoire rumschwirren und einige neue Songs vereint.

Das Ergebnis Dead Gaze passt zum nun endlich kommenden Frühling und vereint wunderbar die Angst der No-Future-Generation mit Slacker-Sounds, Grunge-Geschrammel und sonnigen Melodien. Ein gewollter Widerspruch, der einen tollen Sound erzeugt.

Vergleiche zu Dead Gaze muss man nicht lange suchen, gibt es Bands mit einem ähnlichen DIY-Slacker-Sound doch im Moment zu Hauf. Neben Bass Drum of Death und Cloud Nothings bieten sich da vor allem die Fat Cat Labelmates Mazes und Milk Maid an. Wie die erwähnten Bands mischt Cole mit einer ziemlich lässigen Attitüde Computer- / Nintendo-Sounds mit schrammeligen Gitarrenriffs und hingerotztem Gesang. Das ist mal sonnig, wie bei „Take Me Home Or Die Alone“ und ruft im Fall von „I Found The Ending“ auch direkt Erinnerungen an den guten alten Grunge-Sound der 90er hervor.

Teils kommen die Stücke auch wunderbar verschwurbelt daher und es entsteht ein beinahe undurchdringliches Sounddickicht. Meist aber scheint Cole Furlow die Sonne aus dem Arsch und er singt leicht gelangweilt zu Schrammelgitarren und Pianoteppichen mit ironischer Haltung über jede Menge Alltagsthemen. Neu ist das alles nicht, aber bei Dead Gaze wunderbar frisch aufbereitet und mit einem herrlich leichten, sommerlichen Grundton unterlegt, der herrlich auf die Bühnen der diesjährigen Sommerfestivals passt.


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