Rezensionen

Cut Off Your Hands – Shaky Hands

Neuseeland, nicht erst seit dem Herrn der Ringe bekannt für weite grüne Wiese, weiße Gletscher und rauhe Winde. Die Bewohner hängen den ganzen Tag nur in der freien Natur rum, Städte mit Ballungsräumen gibt es nicht und eine Musikszene existiert auch nicht. Soviel zum Klischee, dass Neuseeländer aber genau so viel von aktueller Indiemusik verstehen, wie englische Bands beweisen nun die vier Jungs von Cut Off Your Hands, die sich schon zu Beginn des Jahres auf der „To watch in 2008“ Liste des NME wiederfanden.

Ursprünglich hießen Cut Off Your Hands noch Shaky Hands, mussten diesen Namen aber aus rechtlichen Gründen ändern. Da liegt es doch Nahe, die erste EP aus Trotz so zu nennen. Ähnlich trotzig auch der Sound von Cut Off Your Hands, die nehmen nämlich keine Gefangenen und rocken laut und rotzig drauf los. Ihre Songs sind auf 2,5 Minuten komprimierte Discokracher, mit einer gehörigen Portion Punk und Indierock. Dazu noch Clap-Hands, einige Oh ohs und eine gehörige Dringlichkeit, fertig ist ein Sound, bei dem man diesen Herbst, wenn Cut Off Your Hands ihr Album veröffentlichen, einfach mit muss. Der Sound ist dabei natürlich nicht originell und wurde Anfang des Jahres auch schon ähnlich tanzbar von den Eight Legs abgeliefert, dennoch wird wohl im Herbst keine Indiedisco ohne die Songs dieser Neuseeländer auskommen, schließlich sitzt bei den Albumaufnahmen Bernard Butler von Suede an den Reglern, der bekanntlich auch schon The Libertines, The Manic Street Preachers und The Verve unter die Arme gegriffen hat.  Zumal der Exotenbonus als Neuseeländer der Band noch einen extra Anschub geben dürfte.

Video zu „Expectations“

httpv://www.youtube.com/watch?v=vKk1g0YpQCQ

Myspace der Band

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