Rezensionen

Crooked Hands – Penitentiary EP

Crooked Hands - Penitentiary EP

Fast genau ein halbes Jahr ist es jetzt her, dass die Briten von Crooked Hands um Songwriter Chris Brown auf ihrer erste Tour durch die Niederlande und Deutschland unter anderem auch Halt im Theater „die wohngemeinschaft“ in Köln machten. Danach hat die Band viel Zeit im Studio verbracht, um ihre Debüt-EP aufzunehmen. Eine Zeit, die laut Bandgründer und kreativem Kopf Christopher Brown vor allem mit viel harter Arbeit verbunden war und die nach fast fünf Monaten endlich in der „Penitentiary“ EP mündete. „Penitentiary“, das heißt übersetzt „Gefängnis“ oder auch „Besserungsanstalt“.

Ein seltsamer Titel für eine Band, die einen so luftigen Sound besitzt, der sich in der Weite des Raums zu entfalten weiß und immer wieder ausbricht.

Möglicherweise ist aber auch das Konstrukt „Band“ für Christopher Brown eine Art Gefängnis. Das ist aber nur Spekulation, die allerdings aus der langen Zeit genährt wird, die Crooked Hands für ihre erste EP benötigten, auf der sich nun auch nur drei neue Songs befinden.

Einer dieser Songs mit dem eskapistischem Titel „Freefall“, der Titelsong und ein Stück mit dem zynischen Namen „Fine, Now“. Zunächst erschallt aber mit „The Stream“ ein bekanntes Stück. Eines der bis dato stärksten Stücke von Crooked Hands, das letzten Juli als Single erschien und mit einer fantastischen, kraftvollen und -spendenden Melodie fesselt. „Freefall“ ist ein etwas düstereres Stück mit ruhigen, Strophen und druckvollem, dramatischem Refrain, der für eine ordentliche Gänsehaut sorgt. Mit „Fine, Now“ bieten Crooked Hands dann einen ähnlichen Highlightsong wie „The Stream“. Ein zunächst ruhiger Song mit vielen Tempowechseln, einem gefühlvollen Interlude, das zu einem grandiosen Gänsehaut-Finale mit Chor und Gitarrenwand führt.

Der Titelsong „Penitentiary“ gestaltet sich ähnlich düster, wie „Freefall“, Sänger Christopher Brown tändelt mit seiner Stimme zwischen verzweifeltem Flehen und einem bestimmenden, kräftigen Ton, die dramatische, leicht flirrende Instrumentierung tut ihr übriges und Gänsehaut ist wieder einmal vorprogrammiert. Mit dem ruhigen „Untitled.“, einem älteren Song, endet die EP dann luftig und mit leicht traurigem Unterton. „Penitentiary“ ist eine Debüt-EP, die in dieser Qualität nur wenige Bands schreiben. Wir hoffen, dass sie ein erster Meilenstein auf dem Weg von Crooked Hands ist und Frontmann Christopher Brown sich nicht in ein paar Monaten entscheidet das „Gefängnis“ zu verlassen und sich anderen Projekten zu widmen.


Youtube direkt

Facebook // Website

Musik von Crooked Hands bei Amazon.de kaufen

Discussion

Comments are closed.

Wir präsentieren: We Were Strangers auf Deutschland-Tour
Wir präsentieren: The Lake Poets auf Deutschland-Tour
Wir präsentieren: Clock Opera – auf Deutschland-Tour im April 2017

Archive