Rezensionen

Copy Haho – Copy Haho (s/t)

Amerikanisch angehauchten Indie-Rock mit 90er Jahre Pavement-Charme hatten wir ja erst kürzlich hier mit Mazes und deren Debüt „A Thousand Heys“. Aber nicht nur Engländer und Amerikaner haben diesen Sound verinnerlicht, auch eine junge Band aus Schottland hat sich diesem Sound verschrieben. Die Rede ist von Copy Haho. Das zeigten sie bereits auf ihrer Debüt-EP „You Are My Coal Mine“ und auch der 2009 erschienenen EP „Bred for Skills & Magic“.

Zwar erlebt dieser Sound derzeit eine gewisse Renaissance, Copy Haho war es trotzdem nicht vergönnt bei einem Label unterzukommen. So gründeten sie kurzerhand ihr eigenes Label Slow Learner und zogen sich mit Produzent Jamie Savage (The Phantom Band, James Yorkston…) und Mixer Simon Ward (Errors) ins Chem19 Studio außerhalb von Glasgow zurück, um ihr Debüt aufzunehmen. Elf Songs und knapp 35 Minuten Musik sind das Ergebnis. Elf Stücke, in denen die Band sich mit lässigem Gesangsstil ihren Weg durch Stücke mit unaufgeregter Melodieführung bahnt. Dabei bieten sie immer sonnige Songs mit einem gewissen Augenzwinkern und vor allem großem Unterhaltungswert. Dabei bedienen sich Copy Haho zwar gern mal bei Pavement und Co., machen daraus aber ihr ganz eigenes Ding. Und vor allem erschaffen sie Hits, wie „Wrong Direction“ mit seinem hibbeligem Refrain, oder auch das hübsche „Dying Breed“, an dessen Ende die Band sogar etwas nach The Strokes klingen. So hofft man am Ende auch, dass es Copy Haho vielleicht trotz fehlender Unterstützung der Plattenindustrie gelingt sich größere Aufmerksamkeit zu erspielen.

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Foto: Ariane WhiteTapes

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