Rezensionen

Computerclub – Before The Walls Came Down

ccvDie Editors machen wahrscheinlich derzeit Freudensprünge in dem Studio, in dem sie ihr drittes Album einspielen. Nicht weil sich Interpol aufgelöst hätten und die Editors nun allein mit ihrem Sound wären, besser, mit Computerclub tritt nun eine Band auf den Plan, die sich in die Soundwelt von Interpol und Editors begibt. Vorteil für die Editors, sie werden ab sofort als Referenz genannt und nicht mehr nur als reine Kopisten. Die Frage die sich nun sicherlich ergibt, braucht es noch eine dritte Band, die beinahe die gleiche Musik, wie die Editors und Interpol spielt? Eigentlich nicht, wäre die passende Antwort, wenn Computerclub diese Musik nicht mit so einer verdammten Coolness vortragen würden.

Sänger Paul Hampton bewegt sich stimmlich in ähnlichen Sphären, wie Tom Smith, allerdings ohne Schmalz und Paul Banks, allerdings weniger monoton, eben düster und voller Pathos. Die Instrumentierung besticht durch eine düstere Grundstimmung aus treibenden Bässen und glasklarem Gitarrenspiel, die sich zu atmosphärischen Klangwänden entwickeln. Auch wenn Computerclub damit klingen, wie die beiden Referenzgrößen schaffen sie es dennoch mehr als ein langweiliger Abklatsch zu sein. Deshalb nicht langweilig, weil mit „Some Kind Of Love“, „Reykjavik“ und dem Titelsong „Before The Walls Came Down“ allein drei Hits auf ihr Album gepackt haben, die sich Interpol für ihr letztes, eher langweiliges Album „Our Love To Admire“ bestimmt auch gewünscht hätten. Dazu ist der Rest des Albums so gut von seiner Dramatik her durchstrukturiert, dass es kaum Längen gibt. Dazu kommt bei Computerclub der zusätzliche Newcomer-Faktor, bei dem sie noch damit durchkommen, „nur“ wie ein dritter Joy Division Klon zu klingen, beweisen müssen sie sich erst bei Album Nummer 2. Für jetzt Hut ab vor der Coolness dieser Engländer.

Video zu „Before The Walls Came Down“:

httpv://www.youtube.com/watch?v=F96Eo6fSA9E

Computerclub bei Myspace

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