Rezensionen

Cold War Kids – Loyalty To Loyalty

Die Weisheit, dass das zweite Album einer Band immer das schwierigste ist, ist wohl so alt, wie die Erkenntnis, dass nach einem erfolgreichen zweiten Album meist das dritte Album einer Band das schwierigste ist, zumindest bis zum vierten Album. Die Weisheit daraus, eigentlich ist jedes Album für eine Band schweirig, aber das zweite immer eine Herausforderung. Eine Band steht bei ihm vor der Aufgabe, Songs zu schreiben, die gleichwertig zu denen des Vorgängers sind und sogar noch eine Weiterentwicklung zeigen. Die besondere Krux, die Songs müssen nun in kurzer Zeit geschrieben werden und sind nicht wie die Songs des Debütalbums jahrelang mit der Band gewachsen. Nun sind also die Cold War Kids an der Reihe ihrem starken Debüt „Robbers & Cowards“ ein weiteres Werk folgen zu lassen, das den Erwartungen standhalten kann.

Wer die Cold War Kids kennt, weiß, diese Typen sind coole Säue und natürlich können sie die Erwartungen erfüllen. Wie sie das machen? Nicht signifikant anders, als auf dem Vorgänger, es dominieren weiterhin das bluesige Jaulen von Sänger Nathan Willets, dumpfe Bassläufe, schrammelige Gitarren und das Piano. Auf einen Nenner gebracht typisch amerikanischer Bluesrock, bzw. Rhythm’N’Blues der 50er Jahre, der in der Interpretation der Cold War Kids nicht altmodisch, sondern einfach zeitlos wirkt, ganz deutlich auch am Song „Avalanche B“ zu hören, der wirkt, als würde er bereits knappe 40 Jahre so im amerikanischen Radio laufen. Die Cold War Kids haben ihren markanten Sound auf „Loyalty To Loyalty“ im Vergleich zum Vorgänger also noch verfeinert und ihn mit Soul und ein wenig Gospel angereichert. Das gibt den Songs noch mehr Tiefe und lässt Willets‘ stark christlich geprägten Kurzgeschichten über Selbstmord, Erlösung, häusliche Gewalt und Armut einfach nur ehrlich wirken und nicht aufgesetzt, oder kitschig.

Video zu „Something Is Not Right With Me“:

httpv://www.youtube.com/watch?v=n2JNE-sgA74

Myspace der Band
Künstlerprofil bei Cooperative Music

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