Rezensionen

CODY – Songs

Bereits im Frühjahr veröffentlichten Kaspar Kaae und seine Band CODY eine EP, die sie schlicht Cody betitelten. Auch der Name ihres Debüt-Albums ist mit „Songs“ nicht sonderlich originell, aber Namen sind ja bekanntlich Schall und Rauch, viel wichtiger sind ja, genau: die Songs. Die sprechen dann auch wirklich für sich und kommen dann mit schlichten Titeln, wie „Ever Go“, „The Light“, oder einem Klassiker, wie „I Want You“ aus. Ähnlich schlicht ist dann auch die Instrumentierung der Band, die sich auf klassische Folk- und Country-Einflüsse beruft.

Aus diesen Einflüssen spannen die Dänen gemächliche, melancholische Songs, die perfekt zur Jahreszeit passen wollen, in der sie veröffentlicht werden. Dabei geraten die Melodien nie aufdringlich, sondern als einfaches Werkzeug, um Stimmung und Gefühlslage des Vortragenden zu transportieren. Das klingt alles nach Singer-Songwriter und vielleicht sogar ein wenig langweilig. Hinter der bloßen Beschreibung verstecken sich allerdings emotionale Stücke mit viel Tiefgang und Gefühl. Wenn etwa Kaspar Kaae traurig die Strophen von „What’s Behind“ vorträgt und die Klavierakkorde wie Tränen fallen, erzeugt das eine Atmosphäre, der man sich nur schwer entziehen kann. So ist das auch mit dem gesamten Album, auf dem mit wenigen Mitteln und ohne Anspruch auf innovative Sounds, oder den Einsatz eines Banjos, einfach ein schöner Spannungsbogen gespannt wird. So lauscht man dann auch gern Kaspar Kaae und seiner Band, wie sie ihren amerikanischen Vorbildern huldigen. 

Rating: ★★★★☆
CODY
Video zu „Comfort & Rage“

Myspace // Label

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