Rezensionen

Coctail Twins – Our Fears

Coctail Twins - Our Fears

Es ist noch gar nicht so lange her, da kamen wir erstmals mit den Coctail Twins in Kontakt. Und das genau mit dem Missverständnis, dass die Band mit ihrem Namen provozieren möchte. Jemand schwärmte von der Debüt-EP des Trios und wir dachten, „oh, Cocteau Twins sind zurück? Gar nicht mitbekommen“.

Nein, die schottischen Cocteau Twins sind nicht zurück, das ebenfalls aus zwei Männern und einer Frau bestehende Trio Coctail Twins stammt aus Köln und veröffentlichte am Freitag mit „Our Fears“ seine erste EP und spielte an jenem Abend auch gleich sein allererstes Konzert.

Neben dem Missverständnis, das der Name des Trios schnell hervor rufen kann, liefert dieser auch gleich die erste Referenz. Das Kölner Trio spielt nämlich ebenfalls melancholischen und verträumten Gitarrenpop, bei dem man nicht wirklich an eine deutsche Band denkt. Vielmehr hat man My Bloody Valentine, Beach House, Siouxsie and the Banshees und eben Cocteau Twins in den Ohren, wenn man den Songs der Coctail Twins lauscht.

In vier Songs liefern Coctail Twins ihre Interpretation von Wave, Shoegaze und Dreampop und wissen damit eigentlich ab der ersten Minute zu gefallen. Dabei baut die Band auf eine recht einfache Formel aus düster, luftiger Instrumentierung mit ein paar technischen Spielereien und leicht gehauchtem Gesang, der über den Songs schwebt. Eine Formel, die aufgeht und in fast 20 Minuten Spielzeit eine dunkle, traumwandlerische Stimmung mit warm wabernden Gitarrenflächen erzeugt, die den Hörer in seinen Bann zieht und nicht so schnell loslässt. Das macht „Old Fears“ zu einer sehr reifen Debüt-EP einer Band, der man ihre Herkunft aus Deutschland erst einmal nicht zutraut. Das ist auch deshalb positiv herauszustellen, weil gerade das einem leider häufig als erstes negativ entgegen schallt.

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