Rezensionen

Cloud Nothings – Cloud Nothings (s/t)

Bereits im letzten Herbst machte Dylan Baldi mit seinem Projekt Cloud Nothings hierzulande von sich Reden. Im Zuge seines Deals mit Wichita Records veröffentlichte das Label mit „Turning On“ eine Sammlung aus 13 Songs von Singles und EP’s und brachte damit ein Stücke Sommer in den düsteren Herbst. Mit Kollegen, wie Best Coast und Lovvers ist der junge Mann aus Cleveland auf dem Label in bester Gesellschaft. Gerade mit der Amerikanerin Best Coast und deren Busenfreunden von Wavves wird Dylan Baldi auch gern verglichen. Haben sie doch ein Faible für sonnendurchfluteten Garage-Sound mit einem Hang zu süßlichen Melodien. Der NME, Pitchfork und Stereogum waren ebenfalls gleich angetan von diesem blutjungen Amerikaner. Beste Voraussetzungen also für die erste kleine Indie-Sensation im neuen Jahr.

Dafür legt Dylan auch bereits jetzt im Januar sein Debüt-Album als Cloud Nothings vor, das er dann auch gleich „Cloud Nothings“ betitelte. Alle Songs nahm er in einigen Sessions im Sommer auf und spielte dabei auch direkt alle Instrumente selbst ein. Der LoFi-Sound von „Turning On“ ist einem etwas direkteren Sound gewichen, durch den der spielerische Umgang mit poppigen Melodien im rauem Garage-Rockgewand noch besser herauskommt. Dabei nimmt er keine Gefangenen und rumpelt sich in meist 2:30 Minuten durch die Songs, wodurch die elf Stücke des Albums insgesamt nur auf 28 Minuten kommen. 28 gut gelaunte Minuten mit rumpeligem Schlagzeug, rauen Gitarren und der ganz eigenen, leicht quäkenden Art Baldi’s zu singen. Hat man sich aber mit seiner Stimme arrangiert, erwarten einen herrliche Ohrwürmer, wie „Should Have“, mit denen man sich in dieser kalten Jahreszeit ganz einfach die Sonne über die Ohren direkt ins Herz holen kann.

Rating: ★★★★☆
Cloud Nothings

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