Rezensionen

Cloud Control – Bliss Release

Bereits Ende 2009 machten die Australier von Cloud Control hier mit ihrer selbstebetitelten Debüt-EP von sich Reden. Besonders in ihrer australischen Heimat machten sie sich mit ihrer beherzten Mischung aus 60ies Folk-Rock und psychedelischen Pop-Harmonien einen Namen und wurden mit offenen Armen empfangen. Mit „Bliss Release“ legen sie jetzt auch ihr Debüt-Album vor und lösen damit das Versprechen, das sie mit ihrer EP gaben direkt ein.

„Bliss Release“ eröffnet mit „Meditation Song #2 (Why, Oh Why)“, einer Nummer mit psychedelischen 60ies Gitarren und hübsch altmodischem Harmonie-Gesang, mit dem sich die Band direkt von Beginn an gut eingroovt. Mit „There’s Nothing In The Water We Can’t Fight“ präsentieren Cloud Control dann bereits an zweiter Stelle des Albums den größten Hit von „Bliss Release“. Eine tolle Melodie mit hübschen Hooks und mit Alister Wright ein Sänger, der mit leicht quäkiger Stimme, aber viel Leidenschaft richtig mitzureißen weiß. Ein Song, der so auch von den famosen Port O’Brien hätte stammen können, deren Trennung aus dem letzten Sommer nun ja auch unlängst bestätigt wurde. Cloud Control zeigen sich aber im Gegensatz zu den Wahlk-Kaliforniern seltener von der verträumten Seite, sondern lieben den psychedelisch verzerrten Touch in ihren Folk-Rocknummern. Mal geht das mit Harmoniegesang und Akustik-Gitarre in Richtung Fleet Foxes, mal mit verzerrten Klängen beinahe in Richtung Jefferson Airplane. Stellenweise gestaltet die Band ihre kleinen sonnigen Hymnen etwas anstrengend, wenn etwa wie in „The Rolling Stones“ ein Orgelsolo eingelegt wird und das Stück in der Folge mit Harmonie-Gesang nur noch vor sich hindümpelt. In den meisten Stücken präsentieren Cloud Control jedoch erstklassige Kost, mit der sie mit ein wenig Glück auch vom aktuellen Folk-Trend profitieren können.

Rating: ★★★½☆
Cloud Control

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