Rezensionen

Cajun Dance Party – The Colourful Life

Wie stellt man eigentlich einen Albumtitel, wie „The Colourful Life“ bildlich dar? Vor diese Frage sah sich das Quintett der Cajun Dance Party gestellt und wählte ein an van Gogh erinnerndes Stillleben mit Sonnenblumen. Im ersten Moment wirkt das etwas arg esotherisch, wie eine dieser Wellness-CD’s, die man in jedem Reformhaus bekommt, auch etwas aufgesetzt, so als wolle man hier zwanghaft versuchen ernsthafte Kunst mit Unterhaltungsmusik zu verquicken.

Bei näherer Beschäftigung mit der Band wirkt diese Verbindung dann aber nicht mehr aufgesetzt sondern macht absolut Sinn, denn Robbie Stern, Gitarrist der Band war zuvor international anerkannte Violonist und gründete 2005 die Cajun Dance Party, um seine in der E-Musik entwickelte Vorstellung von U-Musik endlich einmal in die Tat umzusetzen. Das Ergebnis ist nun umso überraschender, denn wer jetzt bei der Verbindung E-Musik mit Pop ein frickeliges, kompliziert arrangiertes Werk, á la Final Fantasy erwartet wird vielleicht etwas enttäuscht sein. Denn bei „The Colourful Life“ handelt es sich um Indie-Rock / Brit-Pop allererster Güte. Die Zutaten? Typischer Brit-Pop! Londoner Akzent im Gesang, ein süßer Lockenkopf am Mikro, viele Gitarren, Keyboards, Schlagzeug und als süße Note dann noch Streicher. Das überrascht mit Blick auf Gitarrist Robbie nun dann aber auch nicht. Das ergibt eine junge, frische Pop-Platte, zu der im Sommer sicherlich in einigen Indie-Diskos eine Cajun Dance Party gestartet wird, wahlweise natürlich auch eine German Dance Party, Louisiana ist dann vielleicht doch etwas weit. Eine Ballade fehlt mit „No Joanna“ übrigens auch nicht, schließlich kann man auch schon mit Anfang 20 gut über Liebeskummer singen.

Video zu „The Race“

httpv://www.youtube.com/watch?v=me36nLUnuSE

Homepage der Band

Myspace der Band

 

 

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