Rezensionen

Broken Records – Let Me Come Home

Auf ihrem Debüt-Album „Until The Earth begins To Part“ ließen die Schotten von Broken Records noch in großen Gesten die die Welt untergehen und ergingen sich manches mal in etwas zu viel Dramatik. Größtenteils bot das Werk aber natürlich starke und mitreißende Songs, die wieder einmal mehr das volle Potential der schottischen Musikszene offenbarten. Eine Szene, in der man sich kennt und schätzt und in die man nach einer langen Tournee wohl auch gern wieder zurück kehrt. Damit wären wir auch beim Titel des zweiten Albums angekommen. Nun geht es nicht mehr um das Ende der Welt, sondern nur noch ums nach Hause kommen. „Let Me Come Home“ flehen die Jungs aus Edinburgh im Titel und auch im Opener „A Leaving Song“ ist dieses Flehen direkt vernehmbar.

„Please Don’t Break My Heart“ singt Frontmann und Sänger Jamie Sutherland hier ganz am Ende, nach einer pompösen, wie Gänsehauterzeugenden Nummer über das Ende einer Beziehung. Die Band aus Edinburgh spielt hier ihre ganzen Stärken aus, lässt die Drums schön stampfen, eine dichte Melodiewand aus Streichern und Bläsern erwachsen und drängt bombastisch darauf erhört zu werden. Jamie Sutherland singt dabei druckvoll mit leichtem Vibrato und gibt den Stücken dabei noch einmal eine ganz besonders mitreißende Note. Glücklicherweise setzt das Sextett aber nicht in jedem Stück auf Opernfüllenden Bombast, sondern besinnt sich auch einmal ein wenig. Etwa im schönen Duett „Dia dos Namorados!“, das im Zusammenspiel von Band und den zwei Gesangsstimmen so auch von The Swell Season stammen könnte. Eine weitere neue Facette bei Broken Records hört man in „A Darkness Rises Up“ mit hohen Gitarren und einem sich im Refrain nach oben steigerndem Jamie Sutehrland. Hier scheint die Band einmal ihren Schwermut fallen zu lassen und ihr Sounduniversum um positive Noten anzureichern. Noch besser gelingt ihnen das im temporeich voranschreitenden „You Know You’re not Dead“. Am Ende heißt es dann mit sanfter Gitarrenmelodie und gefühlvollem Vortrag vom Jamie Sutherland „Home“. Broken Records sind angekommen und haben mit ihrem zweiten Album ein dichtes und schlüssiges Werk geschaffen, das einmal mehr einen Beleg dafür liefert, dass Schottland eine der fruchtbarsten und talentiertesten Musikszenen beheimatet.

Rating: ★★★★☆
Broken Records


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