Rezensionen

Bob Dylan – Together Through Life

Bob Dylan eine Legende zu nennen ist vermutlich noch untertrieben, veröffentlichte der knapp 67 jährige doch inzwischen an der Zahl fast doppelt so viele Studio-Alben, wie der durchschnittliche Rockstar alt wird. Gut, dass war nun eine Übertreibung, aber sie führt vor Augen, dass Dylan seit 1962 den Weg der ein oder anderen Legende kreuzte und immer noch da ist. Seit nun mehr als 20 Jahren befindet er sich nun auf der Never Ending Tour, findet aber immer wieder Zeit, auch Alben auf zu nehmen, ob nun Live, Unplugged, oder im Studio, bisher hat er schaffte es Dylan noch immer Fans und Kritiker zu überraschen. Besonders in den Momenten, in denen man dachte, die Welt hätte nun alles von ihm gesehen.

Dem ist natürlich noch lange nicht so, und so hält Dylan auch auf „Together Through Life“ ein paar Überraschungen bereit. Denn nach zwei Alben, auf denen er eindeutig auf der Suche war, scheint er nun angekommen. Angekommen bei einem Sound, der ihn wieder ganz zu seinen Wurzeln bringt. Dem Americana und dem Rhythm’N’Blues. Das klingt dann nicht einmal altmodisch, sondern wie ein absolut zeitgemäßer Dylan, der in gewohnter Manier seine Geschichten erzählt. Dabei verzettelt er sich nicht, sondern spricht die Themen Liebe, Trennung und Weltschmerz ganz direkt an. Stellenweise erinnert er dabei stimmlich sichtlich in die Jahre gekommen, rau, jammernd und croonend sogar ein wenig an Tom Waits. Einflüsse aus Texmex und Americana verleihen den Songs dann noch ein wenig Abwechslung. Wichtigste Erkenntnis aus „Together Through Life“ ist am Ende aber wohl, dass Dylan auch mit Album Nummer 42 noch kein bisschen langweilig geworden ist und er der Welt noch einiges zu geben hat.

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