Rezensionen

Blood Red Shoes – Fire Like This

Als die Blood Red Shoes Ende 2007 als Support für Maxïmo Park im Kölner Palladium angekündigt waren, war ich zunächst skeptisch. Wie sollen es diese beiden kleinen Männchen nur mit Schlagzeug und Gitarre schaffen knapp 5.000 Menschen für Springteufel Paul Smith einzuheizen? Hervorragend sollte die Antwort lauten. Denn nur mit Gitarre und Schlagzeug machten die beiden einen Krach für fünf und spielten beinahe ungestümer auf, als der Headliner. Ab diesem Zeitpunkt war spätestens auch klar, dieses Duo wird ähnlich durchstarten, wie The Subways, mit denen sie so häufig verglichen werden. Das Anfang 2008 veröffentlichte Debüt-Album „Box Of Secrets“ belegte dann mit rohem Do It Yourself Sound, stampfenden Drums, lauten Gitarren und poppigen Melodien genau das. Mit „It’s Getting Boring By The Sea“ und „I Wish, I Was Someone Better“ legten sie zudem auch noch zwei veritable Hymnen vor, die mittlerweile selbst von den ursprünglich so kritischen Maxïmo Park Fans bei wiederholten Support-Slots des Duos abgefeiert wurden.

Diese Support-Slots für ihre guten Freunde sollten den Blood Red Shoes dann im letzten Jahr auch wieder als Plattform dienen, ihr neues Material vorzustellen. Darauf brannten sie anscheinend so sehr, dass sie bis auf je ein, oder zwei Songs ausschließlich neue Songs spielten. Ab diesem Zeitpunkt war dann auch schon klar, dass man sich um die Qualität des zweiten Albums keine Sorgen machen muss, denn sie zeigten genau das, was man von den Blood Red Shoes erwartete, mit einigen neuen Nuancen im Sound. Das zweite Album der Band versprach somit wieder ein Hit zu werden. Ein Versprechend, das „Fire Like This“ auch wirklich zu halten vermag. Der Grundsound ist etwas düsterer, die Band hält sogar auch mal inne, aber die Grundelemente sind die gleichen geblieben, laute Gitarren und treibende Drums, dazu der Wechselgesang von Steven und Laura-Mary. Produziert wurde das Album auch wieder von Mike Crossey, der saß auch bereits bei „Box Of Secrets“ an den Reglern und machte seine Arbeit da ja alles andere als schlecht. Eröffnet wird „Fire Like This“ mit „Don’t Ask“, einem typischen Blood Red Shoes Song, der ordentlich nach vorn und auch in die Beine geht. Das folgende „Light It Up“ verspricht dann bereits beim Refrain eine dieser infektiösen Hymnen der Band zu werden, die Live-Termine im März werden das vermutlich bestätigen. Das ruhige „When We Wake“ ist die größte Überraschung auf „Fire Like This“. Laura-Mary trägt hier ruhig ein Lied vor, gestützt nur von ein paar Gitarrenakkorden. So zerbrechlich war das Duo definitiv noch nie zu hören, auch wenn das Stück gegen Ende wieder etwas Fahrt aufnimmt. Gleichzeitig erbringen die Blood Red Shoes gleich auch noch den Beweis, dass sie nicht nur im Up-Tempo Bereich einiges zu bieten haben. Weitere Erkenntnis bei „Fire Like This“, der Band ist es durch die etwas dunklere Stimmung gelungen die Gesamtatmosphäre zu verdichten und so dafür zu sorgen, dass das Album in sich geschlossener wirkt, als noch der Vorgänger, der noch den ein oder anderen Durchhänger zu verzeichnen hatte. Lässt sich also sagen, auch mit Album Nummer 2 ist es den Blood Red Shoes gelungen den Funken der Begeisterung wieder voll überspringen zu lassen und so dürfte die Liebe der Fans zu diesem Duo nun noch ein wenig stärker entflammen.


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