Rezensionen

Blonde Redhead – Penny Sparkle

Nach ihrem 2007er Glanzstück „23“ gehen Blonde Redhead noch einen Schritt weiter in Richtung sphärischen TripHop und kreieren ein Hörerlebnis, das in etwa mit einem langsamen Dahintreiben in den Tiefen des Meeres vergleichbar wäre – mit vorbeischwebenden, buntem Meeresgetier, während die Sonne diffus durch die Wasseroberfläche scheint. Manchmal droht man jedoch zu ertrinken. Da verliert der Hörer sich in den wabenden Soundwänden und dem verträumten Seufzen von Sängerin Kazu Makino.

Der Opener „Here Sometimes“ stellt bereits einen Höhepunkt des Albums dar. Ein elektronischer Soundteppich wird durch Makinos charakteristische Stimme durchbrochen. Besonders der Refrain ist einprägsam. „Not Getting There“ ist eine weitere Attraktion, der von einer dramatisch-dunklen Gitarrenmelodie durchzogen wird. Gutenachtlied-Charakter hat dagegen „Love Or Poison“ zu bieten. Der Gesang ist verträumter denn je, fast flüsternd. Die musikalische Untermalung wirkt sehr einheitlich und die Übergänge sind sehr sanft. Der Folgetrack „Oslo“ und das Titelstück steigern dieses Prinzip sogar und könnten klar dem Ambient zugeordnet werden. Das Album hinterlässt insgesamt einen sehr homogenen Eindruck. Die Songs unterscheiden sich von zwei, drei Beispielen abgesehen kaum in ihrer Dynamik oder Machart. Der meist gleichbleibende Gesang kann auf Dauer nerven, zumal es sich hier um einen zwar schönen, aber doch sehr eigensinnigen handelt.

Rating: ★★★☆☆
Blonde Redhead

Blonde Redhead – Here Sometimes (4AD Session) from noknife on Vimeo.

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