Rezensionen

Björn Kleinhenz – The Fall Of Discontent

Björn Kleinhenz - The Fall Of Discontent

Vor gut einem Jahr veröffentlichte der schwedische Songwriter Björn Kleinhenz mit „The Fall Of Discontent“ ein Konzeptalbum, das eher durch einen Zufall entstanden ist. Die Idee dahinter beschreibt Björn bei Bandcamp (wo ihr das Album zum frei wählbaren Preis downloaden könnt):

„The new release from Björn Kleinhenz first came about through a photo project with photographer Simon Rydén. Björn and Simon spent a day on the industrial estate Ringön just outside of the city center in Göteborg, Sweden. A scrappy shack was built and a several hour long roleplay took place in which Björn and Simon interacted through Simon’s camera. The images from this session turned out to be so special that the urge to do something more arose. Consequently Björn started recording the album The Fall of Discontent, the focus being simplicity. During recording he read books by Thomas Bernhard, Erik Satie and Werner Herzog. Using only his voice and a nylon string guitar, Björn put down a collection of nice songs, some old and some new. The naked versions of the songs was a way for Björn to try and figure out whether they could stand alone, just being songs. Or as he says himself: – To have the courage to sink with ones eyes open.“

Mit dem Release des Albums zu den Fotos war die Sache für Björn allerdings noch nicht abgeschlossen. Er wollte, das seine auch etwas zum Anfassen haben und so erscheint das Album dieser in limitierter Auflage auf 800 g schwerem Vinyl in hochwertiger Verpackung inklusive eines Büchleins mit allen Fotografien von Simon Rydén und einer zusätzlichen CD mit allen Songs des Albums. Eine Releaseform, die das Album wirklich verdient hat, kommt dem Werk auf diese Art doch auch größere Beachtung zu. Denn häufig ist es ja so, dass Alben, die als Gratis-Download erscheinen viel zu schnell übersehen und vergessen werden. Etwas, das den Songs auf „The Fall Of Discontent“ nicht gerecht würde. Ziel der Stücke auf dem Album war wie oben bereits geschrieben Einfachheit. Die Konzentration auf das Wesentliche ich Björn Kleinhenz auch wirklich gelungen. Das bedeutet aber keinesfalls, dass sie einfach sind. Kleinhenz setzt die wenigen Mittel, nämlich Stimme und Gitarre, geschickt ein und erschafft auf diese Art wunderbar reduzierte kleine Songwriterperlen. Diese laden zum abschalten und träumen und bieten genügend Kleinigkeiten, wegen der man sich dem Album immer wieder gern widmet. Und sei es nur um der warmen Stimme von Björn Kleinhenz beim Geschichtenerzählen zuzuhören.

Björn Kleinhenz live

23. März 2013, Oberhausen, Zentrum Altenberg
24. März 2013, Leipzig, Kafic

Website // Myspace // Label

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