Rezensionen

Big Deal – Lights Out

Bereits am 13. September 2011 durften sich Musikfans auf der anderen Seite des großen Teichs über das Debüt der 18-jährigen Alice Costelloe und ihres 29-jährigen Gitarrenlehrers Kacey Underwood freuen. Namentlich vielleicht besser bekannt als Big Deal. Und so verkehrt ist der Name des Duos dann auch gar nicht gewählt. Liest man nämlich Berichte über das Album „Lights Out“ gewinnt man wirklich den Eindruck, man habe es mit einem wirklich großen Ding zu tun. Und dafür brauchen die Beiden nicht einmal viele Mittel. Gesangsmelodien mit weiblicher und männlicher Stimme im Wechsel und dann noch eine elektrische und eine akustische Gitarre.

Deutsche Fans kommen nun knapp vier Monate nach dem US-Release auch in den Genuss des Albums. Und die hübschen kleinen Songs dürften wirklich nach dem Geschmack Vieler sein. Die sonore Stimme von Kacey Underwood, die nur hintergründig zu hören ist, harmoniert perfekt mit der jugendlichen, frischen Stimme von Alice Costelloe. Begleitet von schrammeligen Gitarren bauen sie das ein oder andere Mal eine hübsche Wall Of Sound auf und spielen sich beinahe eklektisch durch langsame Indie-Pop-Nümmerchen. Die zurückgefahrene Instrumentierung mit dem hübschen Schrammelcharakter verleiht dem Sound der Band eine herrlich jugendliche und beinahe naive Note. Das schlägt sich auch in den Texten nieder. Teilweise klingen diese, wie aus dem Tagebuch einer 14-jährigen entnommen und nicht nach dem Werk eines Duos, dessen eine Hälfte an der Grenze zum Erwachsenwerden steht und dessen zweite Hälfte auf die 30 zugeht. Wenn man aber darüber hinweg sieht, hat man mit „Lights Out“ ein gut gemachtes, kleines LoFi-Pop-Album ohne viele Schnörkel. Manchmal plätschert es zwar etwas vor sich hin und droht sich in Gefälligkeiten zu verlieren, wenn ein Song beinahe unbemerkt in einen anderen übergeht, aber im Großen und Ganzen erkennt man, warum die Band als das besagte große Ding gehandelt wird.


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