Rezensionen

Big Deal – June Gloom

Big Deal - June Gloom

Als sich das amerikanisch-britische Duo Kacey Underwood und Alice Costelloe zusammenfand und einige Songs aufnahm rechneten die beiden Musiker wohl nicht mit dem, was folgen sollte. Aus einer Laune heraus nahm das Duo mit den gemeinsam geschriebenen Songs ein Album auf und veröffentlichte es unter dem Namen „Lights Out“ unter dem Projektnamne Big Deal. So nach dem Motto „No big deal, we just wrote a few songs“.

Eine große Sache wurde trotzdem draus und der Name Big Deal machte sehr schnell die Runde, so dass das Duo plötzlich auch vor größeren Hallen und nicht mehr nur zusammen in einem Wohnzimmer, spielte.

Für das zweite Album „June Gloom“ dachten Big Deal nun plötzlich über Fragen, wie „was wollen wir eigentlich erreichen“ nach. Zusammen mit Produzent Rory Atwell (Veronica Falls, Paws, Male Bonding) begab sich das Duo zunächst in eine verlassene Werft in Kalifornien, um das Album dann in London einzuspielen.

Das Ergebnis sind zwölf Songs, die vor allem vom charakteristischen Mann-Frau-Gesang des Duos leben, das schon der Vorgänger ausmachte. Hinzu kommen wie bei „Little Dipper“ auch die kargen Gitarrenarrangements, die aus den Big Deal Stücken süße Indie-Rock / -Pop-Hymnen machten. Häufig zeigt das Duo aber nun, dass sie die Songs auch in Hinblick auf Live-Shows mit voller Bandbesetzung angelegt haben. „When we toured it (Lights Out, Anm. der Red.), we started to get a bit jealous of all the other bands with drums“ sagt die Band etwa im Presseschreiben. So mündet etwa der Opener „Golden Lights“ in einer dichten Rockinstrumentierung, die mit sommerlichem Sound frisch und launig klingt. „Swapping Spit“ startet direkt mit dichter Rockmelodie, krachenden Drums und verzerrter Gitarrenwand, zu der das Duo leicht lethargisch singt.

Die Soundwände von Big Deal sind durch diese Full band Instrumentierungen noch gewaltiger und wuchtiger, jedoch gelingt es dem Duo stets, die Melodien zu erhalten und nicht gegen die Gitarren unter zu gehen. Das macht in der Summe eine logische Weiterentwicklung des Sounds, der live nun umso mehr krachen dürfte.

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