Rezensionen

Bell X1 – Chop Chop

Bell X1 - Chop Chop

Seit gut 13 Jahren sind die nach dem Ausstieg von Damien Rice von Juniper verbliebenen Mitglieder nun schon unter dem Namen Bell X1 unterwegs. Dabei feiern sie regelmäßig große Erfolge in ihrer Heimat, wo die Irish Times die Band auf Platz 9 der 50 wichtigsten irischen Bands wählte.

Dennoch gab es nach „Bloodless Coup“, dem fünften Album der Band wieder einen Besetzungswechsel und Bell X1 sind jetzt als Trio unterwegs.

Mit „Chop Chop“ haben sie nun unlängst in Irland ihr neuestes Album veröffentlicht. Das stieg dort natürlich auch direkt auf Platz 1 ein und ist nun auch bei uns zu haben. Einen Charterfolg werden sie wohl auch damit hier nie feiern, aber eine Chartplatzierung in Deutschland ist ja nun auch nicht wirklich ein Beleg für Qualität, den Iren trauen wir da nach guten Platzierungen von Lisa Hannigan, Fionn Regan und Villagers schon mehr.

Und ja, Freunde ruhiger, handgemachter Popmusik bekommen mit „Chop Chop“ dann auch die gewohnte Qualität von Bell X1.

Produziert wurde das Album mit dem Produzentenduo Peter Katis (The National, Frightend Rabbit, Paul Banks, Interpol, Mercury Rev., The Swell Season, The Twilight Sad, We Were Promised Jetpacks uvm.) und Thomas Bartlett, der unter dem Namen Doveman als Pianist bekannt ist und schon für Norah Jones, Glen Hansard, Beth Orton, Martha Wainwright und Dawn Landes arbeitete. Ein Duo also, dass einiges an Know-how mitbrachte und Bell X1 durchaus bereichern konnte.

„Chop Chop“ lebt zu Beginn von seinen Piano-Arrangements, die in den ersten drei Stücken eine wohlige Stimmung erzeugen. Paul Noonan’s sanfte und gefühlvolle Stimme unterstützt diesen Effekt und sorgt dafür, dass man gern in das Album eintaucht. Besonders „Careful What You Wish For“ wird so zu einer astreinen Pop-Ballade, die ohne großen Schnick-Schnack auskommt und einfach nur auf wohldosierten Gefühlseinsatz baut. Zur Albummitte hin wird die Stimmung etwas düsterer und Bell X1 gestalten ihre Stücke eine Prise düsterer, was auch für die gewisse Portion Abwechslung sorgt.

Gerade der Abschluss mit dem leicht dramatischen „The End Is Nigh“ rundet das Album perfekt ab. Eine astreine Pop-Perle mit toller Melodie und der richtigen Portion Pathos. „Chop Chop“ ist ein gelungenes Pop-Album ohne Schnörkel, dem man anmerkt, dass die Musiker Ahnung vom Songwriting haben. Es ist leicht und eingängig, perfekt zum nebenher hören. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

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Discussion

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    Posted by Bell X1 - The End is Nigh › MAMUMA Musikblog | August 10, 2013, 11:27 am

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