Rezensionen

Beerjacket – The White Feather Trail

Beerjacket - The White Feather Trail

So langsam wird es wieder kälter draußen; also ist es an der Zeit für die Singer-Songwriter dieser Welt ihre Künste unter Beweis zu stellen. Lange kündigten wir an, dass Peter Kelly alias Beerjacket an einem neuen Album arbeitet. Mit dem Song „Crooked Fingers“, den es vor fast genau einem Jahr zum Gratis-Download gab, konnte Peter mich mehr als überzeugen. Vor ein paar Tagen veröffentlichte er dann auch die restlichen acht Songs, natürlich samt dem bereits Bekannten, und nannte das Ding „The White Feather Trail“.

Seit seinem letzten Album „Animosity“ hat sich am Stil des Schotten eigentlich nicht viel geändert. Nur die Aufnahmen sind beim Nachfolger wesentlich besser ausgefallen, was allerdings nichts über Peters Qualität als Musiker aussagt. Wer schließlich vom The National Frontmann Matt Berninger als „new Elliott Smith“ bezeichnet wird, braucht sich wirklich nicht zu verstecken.

Direkt zu Beginn des Albums verzaubert uns Peter mit seiner Gitarre und seiner sanft einsetzen Stimme bei dem Titel „Blood Roses“. Im Anschluss geht es direkt mit angezogenem Tempo weiter mit dem wundervollen „Cave“. Locker und leicht erklingt die Gitarre bei „Eggshells“. Es ist fast bewundernswert, wie Peter seine doch sehr nachdenklichen Texte in ein solch fröhlich klingendes Gewand hüllen kann. Erst bei „Islands“ wird die Stimmung deutlich düsterer, um sich dann im sehr reduzierten Stück „Poor Captain Of The Soul“ zu sammeln. Dieser Titel fällt vom Stil her fast aus dem Album heraus, ist also eine kleine Überraschung in der Mitte der Platte. Es folgen wieder ein paar schnellere Titel und schließlich kommen wir zu meinem ungeschlagenen Favoriten von „The White Feather Trail“. Welcher Song könnte es sein, wenn nicht „Crooked Finger“, der meiner Meinung nach immer noch stärkste Titel von Beerjacket ist. Beim neunten und leider letztem Song namens „The Monsters“ wird Peter eindringlicher, lauter und auch ein Stückchen vielseitiger, was vielleicht auch an der weiblichen Unterstützung liegen könnte, die Peter in Louise Connell gefunden hat. Ein toller Abschluss.

Neun Songs sind verhältnismäßig wenig, aber diese neun Titel haben es in sich. Ich weiß nicht, wie oft ich das Album inzwischen, auch mehrmals hintereinander, in Dauerschleife gehört habe. Es wird einfach nicht langweilig. Ich könnte dem Mann mit der Bierjacke einfach ununterbrochen zuhören. Prädikat: Besonders wertvoll!

Facebook // Myspace

Discussion

  1. […] veröffentlicht er in drei Wochen bereits sein drittes Album, auf das wir nach dem großartigen The White Feather Trail” ganze drei Jahre warten […]

    Posted by Beerjacket – Gratis-Download “Antlers” | WhiteTapes | Januar 16, 2014, 3:55 pm
  2. […] ist es soweit. Knappe drei Jahre nach The White Feather Trail” veröffentlicht Peter Kelly heute mit “Darling Darkness” bereits das dritte Album unter […]

    Posted by Beerjacket – neues Album “Darling Darkness” im Stream | WhiteTapes | Januar 27, 2014, 3:23 pm

Archive