Rezensionen

Bass Drum Of Death – Rip This

Bass Drum of Death - Rip This

Erst im vergangenen Jahr veröffentlichte John Barrett sein zweites Album als Bass Drum Of Death, das er der Einfachheit halber nur „Bass Drum Of Death“ nannte. Darauf bot er den vom 2011er Debüt „GB City“ gewohnten rotzigen Garage-Rock mit einem gewissen Hang zu süßen Melodien und einem lässigen Groove.

Wie auch der Vorgänger war das Album zu großen Teilen allein vom Barrett eingespielt und auch produziert worden.

Auch wenn nur ein Jahr zwischen dem letzten und dem neuen Bass Drum Of Death Album liegt, hat sich bis zu „Rip This“ doch ein wenig getan.

Unter anderem wurde ein Stück von Bass Drum Of Death in GTA V verwendet, was für eine deutlich steigende Popularität sorgte. Seit Mitte letzten Jahres zählt Drummer Len Clark zudem nun fest zum Line-Up, weshalb die Band nun ein Duo ist und erstmals nahm Barrett nicht selbst an den Reglern Platz, sondern überließ für „Rip This“ UMO Bassist Jacob Portrait den Produzentenstuhl.

Eine für Barrett also völlig neue Herangehensweise an ein Album, für die sich der Musiker entschieden hat, weil er mit dem Werk ein „kompromissloses Rock-Album für Leute außerhalb der normalen Fanbase“ bieten möchte. Dafür hat er gemeinsam mit seinem Len Clark und Jacob Portrait das Beste von Bass Drum Of Death mit Einflüssen von Nirvana und den Pixies vermischt und auf deutlich fetteres Format gebracht, als noch die Vorgänger. Schon der Opener „Electric“ macht deutlich, dass es sich bei „Rip This“ um das beabsichtigte „kompromisslose Rock-Album“ handelt. Mit schnellen Gitarren, fetten Drums und starkem Gesang geht das Duo in die Vollen und wischt den LoFi-Charme der Vorgänger fort.

Das ergibt auch in der Folge Songs, wie „Everything’s The Same “ und „Burn’s My Eye“, die mehr vom Format der letzten Veröffentlichungen von Blood Red Shoes und The Subways haben. Rockmusik für Jedermann, „die KISS Fans und Fans des legendären Nuggets Samplers“ gleichermaßen ansprechen soll. Ein Ansatz, der auch gleich das Problem klar macht, denn er ist auf Konsens, das widerspricht der Seele des Rock und das hört man auch in den Stücken, denn die sind meist nur zackige Gitarrensounds ohne großen Anspruch, die allerhöchstens als Soundtrack für virtuelle Fahrten durch Los Santos taugen können, aber leider nicht mehr zu mehr, wie man es von der Band bisher gewohnt war.

Bass Drum of Death auf Deutschland-Tour

24. November 2014, Berlin, Bang Bang Club
25. November 2014, Dresden, Groovestation
27. November 2014, Dudingen (CH), Bad Bonn

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