Rezensionen

All The Luck In The World – All The Luck In The World (s/t)

All The Luck in the World

„Alles Glück der Welt“, ein interessanter Name für eine Band. Insbesondere, wenn man sich den Werdegang der drei 19-jährigen Iren anschaut. 2011 wurde aus dem Soloprojekt mit dem Anspruch „I write music and play them with my friends“ die Band All The Luck In The World. Anfang letzten Jahres luden sie bei Youtube ein kleines Video einer Autofahrt hoch, das von ihrem Song „Never“ untermalt wurde. Nur weniger Monate später kannte das Stück eine breite Masse und das ohne es wirklich zu wissen.

Das Stück wurde nämlich zur musikalischen Untermalung der Trivago Kampagne gewählt, die seit letztem Juni im Fernsehen läuft. Ein riesiger Glücksfall für diese junge Band, die bis dahin noch kein Label gefunden hatte. In kurzer Zeit hatte das Video zu „Never“ 800.000 Klicks und der Name All The Luck In The World machte immer weiter die Runde. Statt den Erfolg auszuschlachten, ließ sich das Trio aber Zeit und nahm in aller Ruhe im Laufe des letzten Jahres sein Debüt in Denee in Belgien und in Berlin auf. Im November erhielt das Album im Tonstudio in Haldern den letzten Schliff und zwei weitere neue Songs kamen hinzu. Das Werk ist nun fertig gestellt, erscheint auf Haldern Pop Records und wurde von den Iren schlicht nach sich selbst benannt.

Schlichtheit ist auch ein gutes Stichwortort, um den Sound der Band zu beschreiben. All The Luck In The World setzen nämlich auf einen direkten Sound ohne viele Schnörkel. Folk trifft auf Pop in unaufgeregten Stücken, die luftig gestaltet und schlicht instrumentiert sind. Ähnlich wie bei „Never“ bauen sie meist auf einer einfachen Gitarrenmelodie und einer sanften Gesangslinie auf. Die Songstrukturen sind eingängig und kuschelig. Bläsersätze und Streicher bilden stellenweise einen etwas bombastischeren Gegensatz zum zerbrechlichen Gesang von Neil Foot und sorgen für ein wenig Abwechslung. So richtig spannend werden die Stücke dadurch jedoch nie. Dazu kommt, dass so mancher Song sich plötzlich sehr nach Admiral Fallow und sogar dem irischen Kollegen Fionn Regan klingt. All The Luck In The World scheinen sich mehr auf ihr Glück, als auf starke Songs verlassen zu wollen und bieten elf gemütliche und gefällige Popsongs. Die sind alles andere als schlecht und taugen ebenso perfekt für das Spiegelzelt in Haldern, wie für das Frühstück mit Schwiegermutter. Ein wenig mehr Tiefe und Abwechslung statt purer Gefälligkeit hätte aber sicherlich nicht geschadet. Vielleicht ja beim zweiten Album.

All The Luck In The World auf Tour (Support Douglas Firs)

12. März 2014, Köln – Blue Shell
13. März 2014, Düsseldorf – Zakk
14. März 2014, Hamburg – Prinzenbar
16. März 2014, Münster – Fachwerk
17. März 2014, Frankfurt am Main- Brotfabrik
18. März 2014, München – Ampere
19. März 2014, Berlin – Comet Club
20. März 2014, Dresden – Beatpol


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