Rezensionen

Alex Turner – Submarine

Während er mit seiner Hauptband den Arctic Monkeys im letzten Jahr am vierten Album der Band arbeitete, das im Juni unter dem Titel „Suck It And See“ erscheinen soll, schrieb Alex Turner auch noch an Songs für den Soundtrack zum Film „Submarine“. Der entstand unter der Regie des Newcomers Richard Ayoade und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Joe Dunthorne. Diesen Freitag feiert der Film über einen 15jährigen, der seine Unschuld verlieren möchte und versucht seine Eltern an der Scheidung zu hindern, Premiere und pünktlich dazu erscheint auch der Soundtrack.

Wie der Regisseur Alex Turner, der nach drei erfolgreichen Alben mit den Arctic Monkeys und einem Album als The Last Shadow Puppets zusammen mit Miles Kane, auf jeden Fall zu den Größen der britischen Indie-Rock-Szene gezählt werden darf, für das Projekt gewinnen konnte, entzieht sich unserer Kenntnis. Ein Glücksgriff war es auf alle Fälle. Das zeigt zumindest die EP aus den 6 Songs, die Alex Turner für den Film aufnahm und nun unter dem Titel „Submarine“ mit seinem eigenen Namen veröffentlicht. Anders als bei den Arctic Monkeys verzichtet er hier völlig auf laute Gitarren und nimmt sich die Zeit mit einem kurzen Piano-Intro und einer kurzen Gesangspassage zu starten. So ruhig geht es auch weiter. In „Hiding Tonight“ singt er langsam und entspannt zu sanften Gitarrenklängen. Dieser entspannte Sound mit wirklich begeisterndem, gefühlvollem Vortrag zieht sich durch alle sechs Songs. Hier zeigt Turner auch, dass er nicht nur laut quäkend singen kann, wie er es bei den Arctic Monkeys tut, sondern auch brilliert, wenn seiner Stimme viel Raum mit etwas Hall gegeben wird. Gegen Ende steigert er in „Piledriver Waltz“ das Tempo zumindest ein wenig Richtung Mid-Tempo und bietet mit Orgelsounds und herrlich trockenem Vortrag ein echtes Schmankerl als Rausschmeißer. Vielleicht sollte Alex Turner tatsächlich künftig drüber nachdenken häufiger etwas unter seinem eigenen Namen zu veröffentlichen. „Submarine“ ist nämlich ein gelungenes Solo-Debüt des 25jährigen Engländers.

Rating: ★★★★☆
Alex Turner


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