Rezensionen

Alarmstufe Ocker EP

 

Ein weiser Mensch hat einmal gesagt: „die wahren Schätze liegen im Verborgenen“. Ein solcher Schatz wurde kürzlich aus eben diesem Verborgenen ins Vorprogramm der Born Ruffians „gezerrt“ und deren Konzert im Gleis 22 in Münster zu eröffnen. 

Alarmstufe Ocker nennt sich dieses Schätzchen, hierbei handelt es sich um ein Quartett, das sich kürzlich in Münster formierte, um mit ihrer Musik „skurille Alltagseskapaden, Wunschdenken und Toilettengespräche“ zu verarbeiten. Das alles in einem extrem tanzbaren Indiepop-Sound, der mutig Punk mit französischem Chanson vermischt, dabei immer gut gelaunt bis fast naiv klingt. Dabei erinnern sie immer etwas an Wir Sind Helden (die waren ja auch mal gut) und wenn sie ihre Einflüsse listen: Yeah Yeah Yeahs, Electrelane, The Velvet Underground, The Breeders, Nirvana und die Violent Femmes nennen, erschließt sich einem der Sound der Band recht schnell. Nach nun knapp vier gespielten Konzerten hielten die drei Mädels und der Junge von Alarmstufe nun die Zeit gekommen eine kleine EP einzuspielen. Ergebnis fünf Songs mit schönen Titeln und einem ungeschliffenen, frischen Sound, gerade der Mix aus englischen und französischem Gesang gibt der EP eine überraschende Note. Mit teils deutschen („Sommerlied“, „Der Seefahrer“), französischen („Le Crocodile“, „Moleskine“) und einem „englischen“ („Oh No!“) Songtitel machen Alarmstufe Ocker das babylonische Sprachgewirr dann perfekt und zu einem runden Konzept. Am Mischpult saß bei den Aufnahmen Daniel Ortega, Münsteraner Songwriter und Drummer von Myagi. Fazit, mehr davon, keep on Ockin‘ und auch on „häkling“, selten so schönes Merchandise und eine so liebevolle Covergestaltung gesehen.

Mehr Infos und Höreindrücke auf dem Myspace der Band

Iain WhiteTapes

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