Rezensionen

Air Traffic – Fractured Life

Ok, junge britische Bands mit einer großen Portion Liebe zum Brit-Pop gibt es einige. Eine ähnliche Covergestaltung wie beim Debütalbum „Fractured Life“ von Air Traffic hat man auch schon bei Athletes „Tourist“ zu sehen bekommen. Dennoch sollte man sich von diesen Aspekten nicht abschrecken lassen und Air Traffic ein wenig Gehör schenken. Nach dem digitalen Release mitte 2007 bringen sie nämlich „Fractured Life“ in Deutschland endlich auch physisch heraus.

Air Traffic lieben Brit-Pop, das hört man, davon trieft es in jedem Song, das klingt jetzt aber negativer als es ist. Genaugenommen erfordert es eigentlich viel Mut, in der heutigen Indie Szene, wo die Helden der Bands Joy Division, The Smiths und The Velvet Underground heißen, so ein Album zu veröffentlichen, dessen Einflüsse klar U2, Travis, Blur und Oasis sind. Zur Musik, die ist eindeutig Pop, mit großer Geste und eingängigen Melodien, mal cool abgerockt beim Song „Charlotte“, mal emotional „Shooting Star“, mal mit Stadionambitionen „Come On“ und immer schön. Das erinnert mal an Snow Patrol ohne Kommerz, mal an Coldplay ohne übertriebenen Pathos und mal an Athlete ohne elektronische Spielereien. Air Traffic schaffen es trotzdem immer, einen eigenen Sound zu kreieren, ohne dass es nur nach einem Abklatsch der erwähnten klingt. Ein schönes Popalbum, um sich auf den Sommer einzustimmen und vielleicht der nächste verdiente Hype, wenn das neue Coldplay Album floppt, oder einfach nur eine Band gesucht wird, um die Lücke bis zum Release des nächsten Snow Patrol Albums füllen soll. Welche Gründe auch bestehen, diese Band zu entdecken, die Jungs von Air Traffic haben’s verdient.

Video zu „No More Running Away“

httpv://www.youtube.com/watch?v=vWu80KFbq1A

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