Rezensionen

Aidan Moffat & The Best-Ofs – How To Get To Heaven From Scotland

moffatAidan Moffat? Wem dieser Name seltsam bekannt vorkommt, ihn aber nicht direkt zuordnen kann, den wird vielleicht die Erwähnung des Namens Malcolm Middleton weiter bringen. Der war nämlich Weggefährte Moffat’s bei den mittlerweile (nicht zuletzt wegen ihren Saufgelagen) legendären Arab Strap aus Glasgow. Nach deren Auflösung 2006 wollte sich Moffat zunächst aufs Nichtstun beschränken, veröffentlichte dann aber doch bereits 2008 sein erstes „Solowerk“, ein Spoken-Word Album in bester William Shatner Manier, nur bedingt durch schottischen Akzent um ein vielfaches sympathischer. Nun veröffentlicht der kauzige Schotte bereits sein zweites „Solowerk“, dieses Mal mit neuer „Band“, den Best-Ofs. „Band“ deshalb, weil Moffat den Namen Best-Ofs nutzt, die Gastmusiker, die er auf dem Album versammelt zusammenzufassen. Aidan Moffat feat. Stevie Jones, Alun Woodward and many more klänge auch ziemlich dämlich.

Der Titel „How To Get To Heaven From Scotland“ steht ganz unter dem Stern von der Geburt von Moffat’s erstem Sohn, es klingt nämlich durchweg positiv, zufrieden und auch teilweise fröhlich. Laut Moffat ist es ein Album über die Liebe, „the perfect Valentine’s Day gift for a loved one“ erklärt er. Den Beleg dafür versucht er mit den zwölf neuen Songs zu liefern und mit einigen gelingt es ihm auch. Da wäre zum Beispiel der Opener „Lover’s Song“ mit einigen Dadada, einer menschlichen Beatbox und einer Geige ist das Stück eine sphärische Hymne auf die Liebe. „Big Blonde“ ist dann ein Moffat untypischer Mid-Tempo Popsong und „Atheist’s Lament“ eine akustische Ballade. So sind auch meisten Stücke eher ruhige Songwriter-Stücke, die allerdings beinahe durchweg die üblichen Strukturen des Genres durch diverse Spielereien des 35-jährigen leicht durchbrechen. So kracht und scheppert „Oh Men!“ durch einen schottischen Pub und die Beatbox kommt auch immer mal zum Einsatz. Gemeinsam haben alle Stücke, dass Moffat keine Umwege nimmt, sondern klar strukturiert immer schnell zur Sache kommt und die meisten Stücke nur knapp 3 Minuten fassen. Arab Strap Fans werden dieses Album vermutlich aufsaugen, Songwriter-Fans werden es etwas schwerer mit Moffat haben, das leicht schrullige Songwriting und der schottische Akzent erschweren den Einstieg, machen aber vor allem auch den Charme des Albums aus.

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Inoffizielles Video zu „Big Blonde“.

httpv://www.youtube.com/watch?v=Du_ATNL7OMA

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