Rezensionen

Affordable Hybrid – No Area, No Criminals

Schweden ist vermutlich eine der Rockhochburgen von Europa, woran genau das liegt wissen wohl nur die Nordmännner selbst. Fakt ist, dass in regelmäßiger Folge bisher in Europa völlig unbekannte Bands durch die Gazetten und die Clubs rocken, um den nächsten Schwedenhype anzutreiben. Das nächste Zugpferd in dieser Serie junger schwedischer Bands sind Affordable Hybrid. Die haben bereits eine EP und ihr Debüt-Album hinter sich, mit dem sie sich in der Heimat auch schon großes Radio-Airplay erspielten.

So gehen sie nun selbstbewusst auch den Rest Europas an. Wie so viele andere schwedische Bands bringen Affordable Hybrid dann erst einmal jede Menge Einflüsse in ihre Musik ein, die sie zu einem LoFi-Indie-Rock-, Schrammel-Gemisch kumulieren. Sänger Samuel Järpvik bringt in seiner Stimme eine ähnlich paranoide Dringlichkeit mit, wie Royal Bangs Frontmann Ryan Schaefer. Auch der mit einem Tanzrhythmus beginnende Opener „Jim Jones“ mit seinem Lalala-Refrain erinnert leicht an die Amerikaner. Das macht Laune und weckt entsprechende Erwartungen für den Rest des Albums. Der Opener geht direkt über in „Faces“, das allerdings plötzlich den Anschein macht, man hätte es mit einer Weezer B-Seite zu tun, die es zurecht nicht auf ein Album geschafft hat. So ähnlich ist dann auch der Rest von „No Area, No Criminals“, der bewegt sich dann zwischen hibbeligen LoFi-Rockern und plätschender Punk-Ausschuss-Ware. Da ist es dann auch gut, dass Affordable Hybrid ganze 15 Songs auf ihrem Album versammelt haben, so fällt das mit dem Ausschuss nicht so schwer ins Gewicht.

Rating: ★★★½☆
Affordable Hybrid

Myspace // Blog // Label

No Area,No Criminals – bei Amazon.de kaufen

Discussion

Comments are closed.

Archive