Rezensionen

Aerobatics – Fidelity (EP)

Es dürfte kein Geheimnis sein, dass wir nicht gerade die größten Fans von Rock-Musik aus Deutschland sind. Aber wer ist das schon? Viel zu schnell schlägt Rockmusik aus Deutschland in breitbeinigen Stadtfest-Rock für ältere Deutschlehrer aus, oder nimmt eine starke Links-Alternative Geste an, bei der einen genau so schlecht werden kann, wie bei Nazi-Rock-Bands, oder wie in den häufigsten Fällen, bedienen sich Bands zu vieler britischer Indie-Klischees, so das man schnell abschaltet.

Aerobatics, was so viel heißt, wie Kunstflieger, haben da in ihrer Konstellation schon einmal gute Voraussetzungen, etwas anders zu machen. Am Gesang haben sie nämlich Jonas Künne von Black Rust. Die junge Band aus Ahlen, die für ihren akustischen Folk-Rock bekannt ist und nicht für breitbeinige Rockergesten. Mitte 2009 fand der sich in Dortmund mit vier weiteren Freunden zu den Aerobatics zusammen. Gut, für ihre Heimatbasis können sie nichts, aber sonst ist das, was da auf ihrer ersten EP „Fidelity“ erschallt, nicht zu verachten. Mit „Closer“ preschen sie druckvoll voran. Dabei sind sie zwar weit davon entfernt, etwas wirklich Neues zu machen, aber mal ehrlich, wie oft kommt das schon vor? Das was sie hier machen, machen sie richtig, bieten hübsche Spannungsbögen in ihren Songs, starke Riffs und vor allem viel Energie. Das bringen sie völlig unaufgeregt und ohne aufgesetzte Gesten rüber und präsentieren so einen Kunstflug als Rock-Band, die abseits von Stadtfesten, linken Szenetreffs und Indie-Clubs mal richtig erfrischend wirkt. 

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The Beauty And The Shame – Acoustic Version

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