Rezensionen

Admiral Fallow – Tree Bursts In Snow

Admiral Fallow - Tree Busts In Snow

In der Pressenotiz zum zweiten Admiral Fallow Album „Tree Bursts In Snow“, dem Nachfolger zum 2010er Debüt „Boots Met My Face“ heißt es: „Aller Wahrscheinlichkeit nach sind Admiral Fallow für Dich eine neue Band“. Treue Leser unseres Blogs werden sagen: „Ähm, nein!“. Richtig, ihr hattet das Glück, dass wir euch die Schotten bereits vor zwei Jahren vorstellten und uns sowie einigen von euch ja vielleicht auch, die Band seitdem sehr ans Herz gewachsen ist.

Dennoch sind wir natürlich mehr als froh, dass das Quintett jetzt soweit gekommen ist, dass sie ein Label im Rücken haben und diesen Release nicht auf eigene Faust raushauen müssen. Und vor allem, dass es zu diesem Album sogar einen deutschen Vertrieb, nebst deutschem Presserelease gibt. Ein großer Schritt auf der Erfolgsleiter für eine Band, zu deren Debüt wir damals schon Guy Garvey zitieren durften, der nämlich sagte: „I really love this band. I think they’re great…“. Ob diese Aussage vom Elbow-Frotmann so heute noch steht ist nicht überliefert. „Tree Bursts In Snow“ dürfte ihm jedenfalls genügend Gründe liefern diese Aussage mit noch mehr Nachdruck zu tätigen.

Das fängt schon mit dem sechsminütigen „Titel-Track“ an. „Tree Bursts“ beginnt mit ruhiger Instrumentierung und der ruhigen Stimme von Sarah Hayes. Songwriter und Sänger Louis Abbott gesellt sich in der Folge dazu und in einer berührenden, sich immer weiter aufbauenden kleinen Hymne singen die beiden über den Verlust geliebter Menschen. Bei „The Paper Trench“ geht dann mit gesteigertem Tempo die Post ab. Admiral Fallow singen über die ökonomische Situation und bedienen sich dabei eines Beats ihrer Kumpels von Frightened Rabbit. Das Stück weckt nämlich stellenweise deutliche Erinnerungen an „Living In Colour“ vom ebenfalls 2010 veröffentlichten dritten Frightened Rabbit Album „The Winter Of Mixed Drinks“.

Mit dieser Mischung geht es weiter. Mal besinnlich, mal hymnisch aber immer mitreißend. Teilweise, wie bei „Beetle In The Box“ erinnert die Band ein wenig an Snow Patrol. Das liegt vor allem an der Stimme und der Intonation von Louis Abbott, der sehr dicht an Gary Lightbody ist. Hinzu kommt der nun etwas mehr dem Pop zugewandte, manchmal breitwandigere Sound der Band, dem sich die großen Snow Patrol auch in den letzten Jahren zugewandt haben. Das ist aber keinesfalls als Kritik zu verstehen, denn einen Durchbruch, wie ihn einst Lightbody und seine Jungs erleben durften, würden wir Admiral Fallow mehr als gönnen. Zumal die Schotten mit der wunderschönen Ballade „Old Fools“, in der sie tollen mehrstimmigen Gesang und einen Chor aufbieten, sowie dem ruhigen, in sich gekehrten „Oh, Oscar“ schon zwei Hits mehr auf dem Album haben, als Snow Patrol zusammen auf ihren beiden letzten Alben zusammen.

Mehr zu den einzelnen Songs könnt ihr übrigens im Track by Track nachlesen, das uns Admiral Fallow Sänger Louis Abbott freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Video zu „The Paper Trench“

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