Rezensionen

A Fine Frenzy – One Cell In The Sea

A Fine Frenzy, das ist die 22 Jahre alte Alison Sudol. Mit „One Cell In The Sea“ hat sie gerade erst ihr Debutalbum auf dem Markt gebracht und wird schon jetzt mit Künstlerinnen wie Tori Amos und Maria Taylor verglichen. Fügt man stellenweise ein wenig Feist und vielleicht sogar hier und da Imogen Heap hinzu, dürfte dies der Wahrheit entsprechen – sofern man ein solche Talent in Schubladen stecken möchte.

A Fine Frenzy ist nämlich kein billiger Abklatsch. Das Projekt des Mädchens aus der Nachbarschaft (Land unabhängig), in das sich wohl jeder einigermaßen normale Mann verlieben würde, sprüht regelrecht vor originalität. Die Texte sprechen von ausichtslosen Lieben („Almost Lover“), verflossenen Beziehungen, dem Gefühl, ohne den einen Anderen nicht man selbst zu sein („Near To You“) und süßen, geheimen Gefühlen, die wohl niemals das Tageslicht sehen werden („Think Of You“). Trotzdem ist die Platte nicht kitschig. Alisons Stimme fügt sich perfekt in die Harmonien des Indie-Girl-Pop ein, ohne aufgesetzt, konzipiert zu wirken. Nicht selten sieht man heutzutage ein hübsches Mädchen in einem hübschen Kleid auf der Bühne, oder über den Fernsehbildschirm flackern. Was dieses Mädchen von allen anderen unterscheidet, ist die authentizität. Jeder, Mann oder Frau, könnte diese Lieder singen. Und jeder dürfte sich selber irgendwo in mitten diesem melancholisch frischen Frühlingsalbum wiederfinden. Vielleicht eine Platte für die „hopeless romantic“ (Zitat Paul Smith, Maximo Park, in einem Tagebuch Eintrag auf der Band Homepage, über Musik). Jedoch könnte keine Kate Nash der Welt diese gewissen Gefühle im Zuhörer aufblubbern lassen. Man kann nicht anders, man muss Alison Sudol lieben.

Video zu „Almost Lover“

httpv://www.youtube.com/watch?v=EDEEzS7OV2k

Myspace A Fine Frenzy

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