Rezensionen

5BUGS – Best Off

5bugsbestoff5BUGS, wer sind das nun wieder? Fünf Jungs aus Berlin, die melodischen Punkrock irgendwo zwischen Itchy Poopzkid und Donots machen. Man könnte jetzt den Begriff Poppunk bemühen, darauf verzichten wir jetzt aber an dieser Stelle. Letztlich ist die Genrezuordnung auch nur pure Makulatur, Fakt ist in meinen Händen befindet sich Album Nummer Drei der 5BUGS. Es hört auf den Titel „Best Off“. Also lassen wir so etwas wie der neue Geheimtipp aus Berlin auch aus dem Spiel. Denn das sind sie nicht mehr. Seit Jahren touren sie sich den Punkrock-Arsch ab und haben sich eine treue Fanbasis erspielt.

Für viele Bands ist dies der entscheidene Punkt in ihrer Karriere, das dritte Album bestimmt einen Weg, der eingelegt wird. Entweder die Band geht unter und gerät in Vergessenheit oder man etabliert sich in den Herzen des Fans und hat eine rosige Zukunft vor sich. So wirklich weiss man noch nicht, welchen Weg die 5 Berliner einschlagen werden, die Tendenz geht zum zweiten Weg, zumindest bei der schon vorhanden Fanschar, die beim Sound von Best Off zufrieden Nicken wird. 5BUGS verstehen vor allen Dingen ihr Handwerk, aber heben sich noch nicht wirklich ab, so öffnen wir dann die Schublade Poppunk doch schon einmal ein Stückchen. Neben den erwähnten Szenefreunden von Itchy Poopzkid ist dort auch noch ein kuscheliges Plätzchen frei. Melodische Arrangements, die nach vorn gehen, mit perfekt abgestimmtem und beinahe unaufdringlichem Gesang. Was leider etwas fehlt ist der Dreck, das kratzig Rotzige, die Dringlichkeit, die Essenz des Punk eben. So wirkt Best Off stellenweise zu poliert, 13 Songs die gut zueinander passen und eine Einheit bilden. Dabei gibt es keine Ausschläge nach unten, aber auch keine nach oben, das bedeutet, dass sich die Songs auf einem durchweg für Poppunk oberen Niveau befinden, aber dabei ob der Homogenität ohne großen Erinnerungswert. Bestimmt kein Album also für die Annalen des Punk, aber eines mit dem die 5BUGS sich etwas mehr Aufmerksamkeit erspielen werden.

Video zu „We Stop At Nothing“

httpv://www.youtube.com/watch?v=rorT7Cf9SYM

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