Rezensionen

2:54 – 2:54 (s/t)

2:54 - 2:54

Weibliche Geschwister die zusammen musizieren scheinen irgendwie auch immer mehr Trend zu werden im Indie. Im Fall von The Staves und First Aid Kit haben es von diesem Typus Bands aber bisher nur Folk-Bands geschafft ihre Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen. Das Schwesterbands auch anders können beweisen uns jetzt 2:54 aus London. Inspiriert von den Melvins, Queens Of The Stone Age, The Cure und in klanglicher Nähe zu Warpaint und The XX spielen die Schwestern Hannah und Colette Thurlow Indie-Rock, der sie in ihrer erst zweijährigen Bandgeschichte zum nächsten Hype gemacht hat.

Der Hype ist auch kein Wunder, verkaufen sich doch Geschwister super und haben 2:54 doch vor allem eines zu bieten, nämlich infektiöse Songs mit düsterer Stimmung und leicht romantischer Note. Über einem Meer dunkler Shoegaze-Gitarren und treibenden Bässen singt Colette Thurlow mit leicht säuselnder Note und zieht den Hörer ähnlich magisch in ihren Bann, wie es Ende der 90er eine gewisse Shirley Manson mit ihrer Band Garbage so unnachahmlich tat.

Die Zugänglichkeit von Garbage sucht man jedoch vergebens. 2:54 mögen es lieber etwas sperriger und türmen ihre dichten Gitarrenwände mit viel Liebe zum Detail auf, lassen die Stücke langsam wachsen und erschaffen damit stilvolle Hymnen für Fans des 80er Jahre Shoegaze Revivals. Alles andere als sommerlich aber verdammt cool und abgebrüht. Häufig bedient sich die Band dabei vielleicht bei ein oder zwei Klischees zu viel, aber insgesamt bieten die Schwestern 2:54 ein für Newcomer sehr reifes Debüt, das einen wunderbaren Spannungsbogen bietet und gegen Ende mit „Ride“ und „Creeping“ noch einmal ein Hitfeuerwerk abfackelt.


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