Fast genau zwei Jahre ist es her, dass ein gewisser Daniel Blumberg zusammen mit seiner Band Cajun Dance Party das Debüt “The Colourful Life” veröffentlichte und mit verspielten und zackigen Indie-Rock-Melodien jede Menge Lob einfuhr. Bereits ein Jahr später gründete er mit Bandbassist Max Bloom eine neue Band und ließ Cajun Dance Party erst einmal ruhen. Mariko Doi aus Hiroshima und Jonny Rogoff komplettierten das Quartett, dass zunächst auf den Namen Yu(c)k und später nur noch auf den Namen Yuck hörte. Der Name Yu(c)k wurde fortan für Daniel’s Akustik-Projekt genutzt, das nun jedoch unter Oupa firmiert. So viel also zu den Namen.
In der Konstellation Blumberg und Bloom waren nicht nur zwei Mitglieder und der Name neu, auch der Sound sollte ein völlig anderer sein. Nämlich eine verträumte Mischung aus Indie-Rock, Shoegaze und Grunge, die in bester 90er Jahre Pavement Tradition daherkommt. Zurecht vom BBC in die Sounds of 2011 gewählt erscheint das Album dieser Tage auch endlich in Deutschland. Der Opener “Get Away” kommt mit hoher Gitarre und schluffigem Gesang von Blumberg daher, scheppert schön und geht im Refrain direkt ins Ohr. “The Wall” ist ein ähnlicher Rocker und vermag es gekonnt den altmodischen Garage-Rock ohne großartige Hooks, oder Popappeal mit großer Unaufgeregtheit in eine eingängige Nummer zu verwandeln, die direkt in die Beine geht. “Yuck” wimmelt von derartigen Nummern, zu denen sicherlich auch “Holing Out” als weiterer Höhepunkt gezählt werden darf. Auch ruhigere Nummern, wie das tolle “Georgia” wissen zu überzeugen und zeigen, dass Yuck auch Dream-Pop im Herz tragen und mit den abwechslungsreichen knapp 50 Minuten ihres Debüts sicherlich eines der Highlights des Jahres geschaffen haben.
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Yuck
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